ZAM Zentrum für Arbeitsmedizin GmbH


Corona

Das Coronavirus wird in erster Linie durch Tröpfchen aus der Atemluft übertragen. Da diese Tröpfen bereits nach ca. 1 bis 1,5 m absinken, ist der wirksamste Schutz ein Abstand zu anderen Personen von mindestens 1,5 bis 2 m.

Theoretisch ist auch eine Übertragung über Flächen möglich, da das neue Coronavirus unter Laborbedingungen bis zu 72 Stunden auf Oberflächen überleben kann. Die Anzahl der Viren und ihre mögliche Infektiosität nimmt jedoch vermutlich bereits nach Stunden rapide ab. Eine Infektion über Flächen konnte bisher noch nicht nachgewiesen, allerdings auch nicht ausgeschlossen werden. Daher sind regelmässiges Händewaschen und - falls vorhanden - Händedesinfektion unbedingt zu empfehlen.

  

Da das Infektionsrisiko von der Dauer des Kontakts abhängt, ist das Risiko bei kurzzeitigem Kontakt als eher gering einzuschätzen. Bei unvermeidlichem längerem Kontakt zu anderen Personen unter 2 m sind in vielen Bereichen Mund- Nasenmasken vorgeschrieben. Masken der Filterklasse FFP2 und FFP3 sind nur bei Kontakt mit potenziell infektiösen Personen, z.B. im medizinischen Bereich, erforderlich. Masken der Filterklasse FFP2 und FFP3 sollten nur solange getragen werden, wie man sich in unmittelbarer Nähe zu Personen aufhält. Der Schutz der Masken lässt nach, wenn sie zu lange getragen werden.


Maskenträger sollten trotzdem Abstand halten. Sogenannte chirurgische Gesichtsmasken dienen den Experten zufolge in erster Linie nicht zum Schutz vor eigener Ansteckung : Vielmehr sollen sie dafür sorgen, dass keine groben infektiösen Tröpfchen aus dem eigenen Atemtrakt nach Aussen gelangen. Als eigener Schutz für eine Infektion von aussen sind diese Masken nur sehr bedingt geeignet.


Um das Infektionsrisiko zu verringern sind eventuell organisatorische Massnahmen im Betrieb sinnvoll.


Dazu gehören :

Mitarbeitern Tätigkeit im Homeoffice anbieten.

Besprechungen mit persönlichem Kontakt möglichst vermeiden.

Geschäftliche Reisen in Risikogebiete (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html ) untersagen bzw. Belegschaft von privaten Reisen abraten.

Mitarbeiter auffordern, dem Arbeitgeber mitzuteilen, falls sie innerhalb der letzten 2 Wochen Kontakt mit ggf. infizierten Personen hatten oder sich in Risikogebieten aufgehalten haben. Hierfür sollte ein Ansprechpartner sowie eine Vertretung benannt gemacht werden.

Mitarbeiter sollten aufgefordert werden, bei typischen Symptomen (insbesondere Fieber, Husten, Kurzatmigkeit) den Arbeitgeber zu informieren, zu Hause zu bleiben und telefonisch Kontakt zum Gesundheitsamt oder Hausarzt aufzunehmen. Sollte ein Mitarbeiter Ihnen eine nachgewiesene Infektion melden, sollte Sie umgehend das Gesundheitsamt informieren.


Weitere Informationen finden Sie unter :


https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html